VW ID. Buzz steht an einem Bergbach mit geöffneter Heckklappe, zwei Wanderer laden Rucksäcke ein
VW ID. Buzz steht an einem Bergbach mit geöffneter Heckklappe, zwei Wanderer laden Rucksäcke ein

Nachhaltig unterwegs. Für Menschen, Umwelt und Zukunft.

Sauber und effizient: für eine nachhaltige Mobilität

Volkswagen Nutzfahrzeuge bekennt sich zum Pariser Klimaabkommen.

Wir machen aus Worten Taten – und setzen Klima-Bekenntnisse in konkrete Maßnahmen für nachhaltige Mobilität um. Bei Volkswagen Nutzfahrzeuge verfolgen wir ganzheitliche Lösungen: von klimafreundlichen Fahrzeugen über Ökostrom bis hin zum bewussten Umgang mit Ressourcen. Unser Ziel: Mobilität, die den Alltag einfacher macht – sauber, effizient und zukunftssicher. Für unsere Kundinnen und Kunden, die Gesellschaft und kommende Generationen.

Unsere aktuellen Maßnahmen im Überblick

Wir setzen uns konsequent für Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein. Mit gezielten Maßnahmen gestalten wir Produktion, Lieferketten, Infrastruktur und Recycling immer umweltfreundlicher – für eine Mobilität mit Zukunft.

Klimaneutrale Produktion und Prozesse

Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Produktion und alle Unternehmensprozesse klimaneutral zu gestalten. Das reicht von der Rohstoffgewinnung bis zur Fahrzeugauslieferung. Durch die Umstellung auf erneuerbare Energien und effiziente Abläufe reduzieren wir unseren CO2-Fußabdruck Schritt für Schritt.

Nachhaltige Lieferketten durch verbindliche Standards

Mit unserem Code of Conduct verpflichten wir alle Lieferanten zu strengen Umwelt- und Sozialstandards. So stellen wir sicher, dass Nachhaltigkeit schon bei der Beschaffung beginnt und entlang der gesamten Lieferkette gelebt wird.

Förderung der E-Mobilitäts-Infrastruktur

Wir treiben den Ausbau der Ladeinfrastruktur aktiv voran – zum Beispiel durch unsere Beteiligung am Schnellladenetzwerk IONITY. Zusätzlich bieten wir mit Volkswagen Naturstrom®⁠1 aus 100 % erneuerbaren Energien nachhaltige Ladelösungen für Privatkunden.

Recycling von Batterien und Second-Life-Anwendungen

Auch nach dem Einsatz im Fahrzeug denken wir weiter: In Second-Life-Anwendungen nutzen wir Batterien als Stromspeicher weiter. Parallel arbeiten wir daran, den Anteil recycelter Rohstoffe zu erhöhen.

Zweites Leben für gebrauchte Akkus

Grafik zur Wiederverwendung von Akkus

Ob beschleunigen, Anzahl und Art der Ladevorgänge (AC/DC) oder der Wechsel zwischen Sommer und Winter: Akkus in e-Fahrzeugen arbeiten unter extremen Bedingungen. Diese herausfordernden Faktoren beeinflussen ihre Lebensdauer. Im Laufe der Zeit macht sich das unweigerlich bemerkbar durch Einbußen bei der Reichweite, der Beschleunigung und Ladeleistung des Fahrzeugs. Alte Akkus landen jedoch nicht auf dem Müll. Im Gegenteil: Sie können wesentlich dazu beitragen, unsere ganzheitliche Strategie noch nachhaltiger zu machen.

Denn nach dem Einsatz in e-Fahrzeugen ist die Leistung der Batterien noch mehr als ausreichend, um sie wieder fit zu machen und ihnen ein neues Arbeitsleben zu schenken. Auch können die wertvollen Rohstoffe der Akkus durch Recycling wiedergewonnen und -verwendet werden. Daher verfolgt der Volkswagen Konzern verschiedene Ansätze weiterer Nutzungsmöglichkeiten von Batterien nach ihrem ersten Gebrauch – von Second-Life-Anwendungen über Remanufacturing bis hin zur Wiederverwertung.

Ansätze für die Wiederverwendung von Batterien

Schon jetzt die Nachfrage von morgen regeln

Weil die Verlängerung der Lebensdauer in der Konzern-Batteriestrategie von Volkswagen eine zentrale Rolle spielt, werden in verschiedenen Ansätzen weitere Verwendungsmöglichkeiten für die Akkus nach ihrem ersten Einsatz geprüft. Die Weiterverwendung außerhalb von Elektrofahrzeugen und das Recycling der Lithium-Ionen-Batterien sind zwei Ansätze, die ökologisch sinnvoll sind. Denn: Mit dem Zuwachs an elektrischen Fahrzeugen steigt der globale Bedarf an Batterien. Und damit auch die Nachfrage bei Rohstoffen, die für die Akku-Herstellung benötigt werden, wie etwa Lithium, Kobalt und Nickel. Grund genug also, sich intensiv mit der Wiederverwendung und dem Recycling der ausrangierten Lithium-Ionen-Akkus zu beschäftigen.

Einsatzmöglichkeiten von Second-Life-Batterien

Wir schenken Batterien ein zweites Leben

Nachdem Akkus in Elektrofahrzeugen eingesetzt wurden, ist die Leistung der Stromspeicher für andere Anwendungen noch mehr als ausreichend. Daher wird nach anderen, weniger anspruchsvollen Einsatzmöglichkeiten gesucht, bei denen die geringere Kapazität kein Hindernis darstellt. Lithium-Ionen-Batterien aus dem Fahrzeug können – nachdem sie dort ihren Zweck nicht mehr erfüllen – zum Beispiel zur Speicherung von erneuerbaren Energien verwendet werden. Oder sie dienen als „Batteriefarm“ in der Industrie oder als Hausbatterie für die heimische Photovoltaikanlage. Die Batterien der Elektroautos kommen auf diese Weise erst nach mehreren Jahren einer zusätzlichen Second-Life-Anwendung zum Recycling.

Re-Use bei Volkswagen

Verlängerung der Lebensdauer

Im gesamten Volkswagen Konzern gibt es eine Vielzahl von Second-Life-Großspeicherprojekten. Dort kommen die gebrauchten Stromspeicher im Verbund als riesige Batterie zum Einsatz – sowohl in den Werken von Volkswagen als auch in Kooperationsprojekten mit Versorgungsgesellschaften und Städten. Ihre Lebensdauer kann durch derartige Einsätze verlängert werden. Das Ziel ist – abgesehen von einem optimalen Recyclingverfahren – zunächst eine Verlängerung der Lebensdauer. In erster Linie werden die Batterien repariert beziehungsweise aufbereitet oder zur vollständigen Weiterverwendung in Second-Life-Projekte überführt – erst danach werden die Akkus recycelt.

Remanufacturing

So werden die Akkus wiederbelebt

Neben dem Second-Life Einsatz von Batterien, der Weiterverwendung außerhalb des Fahrzeug, setzt Volkswagen außerdem auf Remanufacturing. Bei dieser Anwendung werden die gebrauchten Lithium-Ionen-Akkus durch den Austausch einzelner Bauteile wieder für einen Einsatz im Elektrofahrzeug fit gemacht. Alternativ bietet sich auch hier nach einer Teilzerlegung der Batterie in ihre Module eine Weiterverwendung in stationären Speichern an.

Recycling von Batterien

Wie wir wertvolle Rohstoffe retten

Alle im Konzern eingesetzten Akkus müssen nach ihrem Einsatz früher oder später recycelt werden. Volkswagen baut in Zusammenarbeit mit mehreren Recyclingpartnern ein effektives und sicheres Verfahren zum Recyceln in allen Märkten auf. Die Stromspeicher werden demontiert, zerkleinert und aufbereitet. Dabei werden wertvolle Rohstoffe wie Nickel, Kupfer und Lithium in großen Mengen zurückgewonnen und können danach zum Beispiel in der Produktion neuer Batteriezellen wieder eingesetzt werden. Ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen mobilen Zukunft. Denn: Ein effektives Recyceln schont die wichtigsten Ressourcen, die für die Herstellung der Akkus benötigt werden.

Einfach elektrisierend: die Lithium-Ionen-Batterie

Eine Lithium-Ionen-Batteriezelle besteht immer aus vier Komponenten: Anode, Kathode, Separator und Elektrolyt. Beim Laden wandern die Lithium-Ionen von einer Kathode zur Anode und werden dort gespeichert. Die elektrische Energie aus dem Stromnetz wird dabei in chemische Energie umgewandelt. Beim Entladevorgang – um beispielsweise den Elektromotor zu betreiben – läuft es genau andersherum: die Lithium-Ionen wandern nun von der Anode zurück zur Kathode und wandeln die chemische Energie wieder in elektrische um.

Zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriezellen werden fünf Hauptrohstoffe benötigt: Für die Kathode ist es eine Verbindung aus Kobalt, Nickel und Mangan (um durch ihre Struktur den Ladungsträger Lithium zu speichern), Graphit für die Anode und natürlich Lithium, das im Elektrolyt enthalten ist.

1 Anode 2 Kathode 3 Separator 4 Elektrolyt 5 Aufladen 6 Entladen

Ressourcenbeschaffung, Herausforderungen und Maßnahmen vom Volkswagen Konzern

Für die Produktion von Fahrzeugen werden Rohstoffe benötigt, deren Förderung grundsätzlich ein Eingriff in bestehende Ökosysteme ist – verbunden mit Auswirkungen für Mensch und Umwelt. Dessen sind wir uns bewusst. Deshalb haben wir unsere direkten Lieferanten in einem Code of Conduct vertraglich zu hohen Umwelt- und Sozialstandards verpflichtet, um unter anderem Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten auszuschließen. Welche konkreten Maßnahmen wir dazu ergreifen, wie wir bei der Ressourcenbeschaffung vorgehen und welche Herausforderungen es zu meistern gilt, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Mehr zur Ressourcenbeschaffung

Ökobilanz: Nachhaltigkeit über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus

Über den Lebenszyklus eines Fahrzeugs entstehen CO2-Emissionen. Mit der Ökobilanz erfassen wir diese genau und erkennen zukünftige Verbesserungspotenziale. So können wir den CO2-Fußabdruck unserer Nutzfahrzeuge Schritt für Schritt verringern.

Was ist eine Ökobilanz?

Die sogenannte Ökobilanz (Life Cycle Assessment, LCA) nach ISO-Norm 14044 betrachtet die potenziellen Umweltauswirkungen aller Bauteile und Prozessschritte. Im Fokus stehen dabei die CO2-Hotspots, um gezielt Verbesserungen zu erreichen und um die Auswirkungen auf Klima und Ressourcen messbar zu machen.

Wie wird die Ökobilanz errechnet?

Für die Ökobilanz werden die Umweltauswirkungen mithilfe spezieller Software und umfangreicher Datenbanken berechnet. Weil ein Fahrzeug aus vielen Bauteilen besteht und die Lieferketten komplex sind, ist die Methodik ständig im Wandel. Die Ergebnisse sind Momentaufnahmen und dienen vor allem dazu, den aktuellen Status und gezielt Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen – für mehr Transparenz und stetige Verbesserung. Zusätzlich prüft und zertifiziert der TÜV Nord die Ökobilanzen kritisch.

Häufige Fragen zur Ökobilanz

Umweltauswirkungen sind komplex und global – die technische Sprache der Ökobilanzen auch. Im Folgenden finden Sie einen kurzen Überblick über die zentralen Begriffe:

Eine Ökobilanz stellt die Umweltauswirkungen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus auf – von der Rohstoffgewinnung über Produktion und Nutzung bis zum Recycling (End-of-Life). Sie bewertet Ressourcenverbrauch, Emissionen und andere Umweltauswirkungen. Typische Schritte einer Ökobilanz-Studie sind:

  1. Ziel- und Untersuchungsrahmen festlegen
  2. Sachbilanz erstellen
  3. Umweltauswirkungen abschätzen
  4. Ergebnisse auswerten und interpretieren

Die CO2-Bilanz ist Teil der umfassenderen Ökobilanz und betrachtet ausschließlich die Treibhausgasemissionen eines Fahrzeugs. Bei Elektrofahrzeugen entstehen diese Emissionen nicht bei der Fahrzeugnutzung selbst, sondern vor allem bei der Stromerzeugung und bei der Produktion, insbesondere der Batterieherstellung.

Ja, zum Beispiel die ISO 14040 und ISO 14044 sind die internationalen Standards für eine ISO-konforme Ökobilanz. Die Norm DIN EN ISO 14040 legt die „Grundsätze und Rahmenbedingungen“ fest, während DIN EN ISO 14044 die „Anforderungen und Anleitungen“ beschreibt. Dieser in beiden Normen definierte Prozess stellt sicher, dass eine Ökobilanz nach einheitlichen Kriterien erstellt wird. Die Überprüfung erfolgt durch unabhängige Expertinnen und Experten, um Transparenz und Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Laut dem Umweltbundesamt (UBA) haben Elektroautos insgesamt eine bessere Ökobilanz als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. e-Autos sind nach der Studie rund 40 Prozent klimafreundlicher als Benzinfahrzeuge (Stand 2020). Mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien kann dieser Vorteil bis 2030 auf etwa 55 Prozent steigen.

Zur Website des Umweltbundesamts

Die Gesamtkostenbilanz eines Elektroautos fällt in vielen Fällen positiv aus – besonders, wenn das Fahrzeug regelmäßig und viel gefahren wird. Ein in Europa verkauftes vollelektrisches Auto ist bereits nach rund 17.000 gefahrenen Kilometern klimafreundlicher als ein vergleichbarer Benziner. Legt man die vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ermittelte durchschnittliche Jahresfahrleistung aller Pkw zugrunde, erreichen Autofahrerinnen und -fahrer in Deutschland diesen Wert spätestens im zweiten Jahr.

Zur Website des Umweltbundesamts

Das könnte Sie auch interessieren: