Die Crafter Werkseröffnung.

25.10.2016

Am 24.10.2016 fand die Eröffnungsfeier des neuen Crafter Werks im polnischen Września, das als Europas modernster Automobil-Fabrikneubau gilt, statt. Rund 1.000 Gäste aus Politik, Wirtschaft sowie des Volkswagen Konzerns und seiner Marken nahmen an der Feier teil. Das Werk wurde in nur 23 Monaten errichtet - von der Grundsteinlegung im November 2014 bis zum Produktionsstart.

Im neuen Volkswagen Nutzfahrzeuge Werk in Września wird ab 2016 der Nachfolger des Crafter produziert. Die Fabrik wird neben dem Werk in Poznań-Antoninek der zweite Produktionsstandort der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge in Polen. In Antoninek werden seit mehr als einem Jahrzehnt der Stadtlieferwagen Caddy und der Transporter von Volkswagen Nutzfahrzeuge für Märkte weltweit gebaut.

Das neue Crafter Werk in Września liegt rund 50 Kilometer östlich von Posen und umfasst eine Fläche von 220 ha. Das entspricht der Größe von rund 300 Fußballplätzen. Die Produktionskapazität der neuen Fabrik ist auf ein jährliches Volumen von bis zu 100.000 Fahrzeugen ausgelegt, bis zu 380 Fahrzeuge täglich können hier vom Band rollen. Bei voller Auslastung im Dreischichtsystem werden in Września über 3.000 Beschäftigte arbeiten.

45 Zulieferer aus Polen (davon sieben aus der Region) beliefern das neue Crafter Werk. Durch die Ansiedlung der in- und ausländischen Zulieferunternehmen werden zahlreiche weitere Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Zur Fabrik gehören eine moderne Lackiererei, Hallen für den Karosseriebau und die Fahrzeugmontage sowie ein Lieferantenpark mit Logistikflächen.

Jens Ocksen, Vorstandsvorsitzender Volkswagen Poznań, erklärte, das Werk sei zwischenzeitlich "eine der größten Baustellen Europas" gewesen. Während der Bodenarbeiten wurden ca. 1.000.000 m³ Erde mit 50.000 Fahrten per Kipplaster bewegt. 22.000 Tonnen Stahl und 8.000 Tonnen Bewehrungsstahl sind im neuen Werk verbaut. 50.000 m³ Beton wurden mit 6.000 Fahrmischer-Einheiten gegossen. Es wurden 4.000 Befestigungspfähle 16 Meter tief in den Boden gerammt und 15.000 Meter Installationsrohre verlegt. In der Hochlaufphase waren auf der Baustelle des Werkes in Września ca. 3.500 (Bau-)Arbeiter beschäftigt.