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T3 ("Bulli")


Werkscode:
Typ 2 Transporter 3

Die 1979 vorgestellte Modellgeneration T3 des Transporters Typ 2 erscheint verglichen zur bisher gewohnten käferbasierten Konstruktion der beiden Vorgängermodelle im neuen Design. Der T3 ist bedeutend größer (60 mm mehr Radstand) und breiter (125 mm). Im Fahrerhaus und Laderaum ist wesentlich mehr Platz. Der Wagenboden liegt zehn Zentimeter tiefer, die Ladehöhe ist entsprechend niedriger. Die Bodenstruktur ist von Anfang an für Allradantrieb und Vorderachs-Differentiale ausgelegt. Die direkte und spielfreie Zahnstangenlenkung stellt einen großen Fortschritt dar. Anstelle von Torsionsfedern, wird jetzt vorn und hinten mit Schrauben gefedert. Vorne führen Dreiecksquerlenker, hinten eine Schräglenkerachse.

Der T3 macht Schluss mit der Hecklastigkeit. Der Schwerpunkt der dritten Baureihe liegt nun vor der geometrischen Mitte. Er kann in einem Zug gedreht werden: Der Wendekreis verringert sich um zwei auf nur noch 10,5 Meter. Die Motorisierung ist die des Vorgängermodells (1,6 Liter mit 50 PS und 2,0 Liter mit 70 PS). Der 1,6-Liter-Motor wird flacher, weil nun die Kurbelwelle für das Lüfterrad zuständig ist. Hydrostößel helfen jetzt bei der Steuerung der Boxermotoren und erübrigen die bis dahin engen Einstellvorschriften.

Modellvarianten

Modellvarianten/Bauzeit: Motor: Einbaulage Motor: Antrieb: Radstand (mm): Länge/Breite/Höhe (mm):
T3 1.6: 1979 – 1982
T3 2.0: 1979 – 1982
T3 1.9: 1982 – 1990
T3 2.1: 1984 – 1989
T3 1.6 D: 1981 – 1987
T3 1.6 TD: 1984 – 1992
T3 1.7 D: 1984 – 1989
1.6 + 2.0: Vierzylinder-Boxer, luftgekühlt
1.9 + 2.1: Vierzylinder-Boxer, wassergekühlt
1.6 D + 1.7 D + 1.6 TD: Vierzylinder-Reihe, wassergekühlt
hinten, längs Heck 2.460
2.455 mit Allrad-Antrieb (syncro)
4.570/184/195 (syncro 199)

Motorversionen

Modellvarianten/Bauzeit: Hubraum (cm3): Leistung (kW/PS - bei min-1): max. Drehmoment (Nm - bei min-1):
1.6 (1979 – 1982)    1.584 37/50/4.000 103/2.400
2.0 (1979 – 1982)    1.970 51/70/4.200 137/3.000
1.9 (1982 – 1990)    1.913 1982 – 1985: 44/60/3.700
1982 – 1990: 57/78/4.600
1986 – 1988: 54/73 / xx
1983 – 1985: 61/83/4.800
1983 – 1985: 66/90/4.600
1982 – 1985: 140/2.200
1982 – 1990: 150/2.600
1986 – 1988: 150/2.600
1983 – 1985: 139/2.800
1983 – 1985: 147/2.800
2.1 (1984 – 1989)    2.109 1984 – 1989: 82/112/4.800
1985 – 1990: 70/95/4.800 (Katalysator)
1986 – 1992: 64/87/ xx
1989 – 1992: 68/ 92/4.500
1984 – 1989: 174/2.800
1985 – 1990: 160/2.800 (Katalysator)
1987 – 1992: 160/2.800
1989 – 1992: 154/2.800
1.7 D (1984 – 1989) 1.715 42/57/4.500 103/2.800
1.6 D (1981 – 1987) 1.588 37/50/4.200 103/2.000
1.6 TD (1984 – 1992) 1.588 51/70/4.500 138/2.500

Modellpflege

Auswahl einiger Maßnahmen zur Modellpflege.

Maßnahmen
1981

Eine maßgebliche Innovation kommt auf: Der Transporter ist jetzt mit 1,6-Liter-Diesel-Triebwerk mit 50 PS (bekannt aus Golf und Passat) lieferbar. Erstmals wird im Typ 2 ein Reihenmotor mit Flüssigkeitskühlung verbaut. Die Dimension ist zwar kongruent mit der des Boxermotors, dennoch 100 Kilogramm schwerer. Der Motor wird abschließend im Flottentest bei der Post auf die Probe gestellt. Verglichen mit dem trinkfesten Luftgekühlten sinkt der Treibstoffverbrauch um über ein Drittel. Unter den Konkurrenten ist der Transporter der Sparsamste. Die Bestellungen für einen Diesel liegen schon nach Kurzem bei 50 Prozent. Der Caravelle glänzt mit einer neuen Ausstattung. Der Name, der an ein Flugzeug erinnert, weist auf reichlich gepolsterte Clubsessel hin.

Maßnahmen
1982

Nach dem Bau von 30 Millionen luftgekühlten Motoren sind die Entwicklungsmöglichkeiten im Segment Nutzfahrzeug ausgeschöpft. Sie werden von nun an in Südamerika produziert, ansonsten aber durch neuentwickelte wassergekühlte 1,9-Liter-Boxer-Triebwerke mit 60 bzw. 78 PS ersetzt. Die Luftgekühlten lösen noch heute Begeisterung aus, weil sie besonders leise und wohlklingend laufen. Sie sind 16 Prozent sparsamer und ihr Drehmoment liegt höher. Die Heizung wird über die Abwärme des zirkulierenden Kühlwassers mehr geheizt. Nun ist auch ein Fünfganggetriebe lieferbar. Die Übersetzungen sind in dieser Variante eng gestuft.

Ein zweiter Kühlergrill an der Fahrzeugfront stellt äußerlich ein Anzeichen für den Wasserboxer und Diesel dar.

Maßnahmen
1983

Der 1,9-Liter-Wasserboxer, mit einer Leistungssteigerung auf 90 PS, ist nun auch mit Einspritzanlage (Digijet) erhältlich.

Maßnahmen
1985

Das Highlight des Ausstattungsprogramms ist die sechssitzige Version Caravelle Carat mit Leichtmetallfelgen auf Breitreifen, Servolenkung, Frontspoiler, Rechteck-Doppelscheinwerfer, tiefergelegtem Fahrwerk, Veloureinzelsitzen u.v.m. Der Hubraum des Flachmotors wird auf 1,8 Liter erweitert, die Leistung steigt auf 68 PS. Neu unter den Motoren ist der 2,1 Liter aufgebohrte Wasserboxer, der mit Katalysator und einer Digifant-Einspritzung über 90 PS verfügt - ungeregelt mit Digijet-Einspritzung über 112 PS.

Im Februar kommt das neue Modell mit der Bezeichnung syncro auf den Markt. Mit einem zuschaltbaren Allradantrieb wird dieser Transporter und all seine nachfolgenden Varianten zum  Liebhaberstück.  

Kennzeichen dieser Ausführung ist der permanente Allradantrieb mit Viscokupplung. Fünf Gänge sind Serie, der erste ist extrem kurz übersetzt. Die Bodenfreiheit beträgt vorn 210 und hinten 200 Millimeter bei 14 Zoll Bereifung. Das Leergewicht ist beim syncro um 140 Kilogramm höher.

Mit der 16-Zoll-Ausführung rückt der syncro zur Gattung der Geländewagen auf. Das Werk stellt ein Paket aus B-Säule, Fahrwerks-und Karosseriemodifikationen, verstärkter Brems- und Antriebstechnik und einer Hinterachssperre zusammen. Die Bodenfreiheit steigt auf 235 Millimeter. Die Radhäuser sind vergrößert.

Die Endmontage des Allrad-Transporters wird in Graz bei Steyr-Daimler-Puch durchgeführt.

Bei der Markteinführung sorgt u.a. der ehemalige Porsche-Werksfahrer Rudi Lins für Aufsehen. Im Februar bricht er zur Unterstützung des Werkes mit einem syncro zu einer 51 tägigen Weltumfahrung auf.

Maßnahmen
1987

Der Saugdiesel wird auf 1,7 Liter erweitert und hat nun 57 PS.

Maßnahmen
1990

Das Werk in Hannover stellt im Jahr 1990 auf die Generation des Nachfolgemodells T4 um. Bei Steyr-Daimler-Puch in Österreich werden aufgrund der fortwährenden Nachfrage der syncro und die "Last Limited Edition" noch bis 1992 produziert.

Maßnahmen
Das Ende

In Südafrika wird der T3 als Bus ausschließlich für den afrikanischen Kontinent produziert. Die Fenster werden vergrößert.
Fans werden hellhörig als Audi eine neue Motorvariante herausbringt: Ein Audi Fünfzylinder-Aggregat mit bis zu 2,6 Liter Hubraum wird im Heck platziert. Für einen Katalysator bleibt jedoch kein Raum mehr.

Im Sommer 2003 wird der letzte T3 produziert.

Bildergalerie

Ikone, neuester Stand.

Der „Bulli“ ist unumstritten die Ikone unter den Nutzfahrzeugen und wurde 1950 erstmals auf die Straßen gebracht. Vom T1 bis zum T6 wurden weltweit fast zwölf Millionen Fahrzeuge verkauft. Jetzt hat die Baureihe ein Update erhalten: Der T6.1